Kommunalwahl 2011

Gewinnspiel der Freien Wähler Laubach zur Kommunalwahl 2011.

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Die Würfel sind gefallen: nicht nur die Freien Wähler sind bei der Kommunalwahl in Laubach als Sieger hervor gegangen. Auch die Besucherinnen und Besucher des Wahlstandes der Freien Wähler Laubach konnten sich an einem Gewinnspiel beteiligen und mit etwas Glück am Ende auch Gewinner sein.  Dafür mussten die jungen Besucherinnen und Besucher die richtige  Anzahl der Schokoeier in einem Einmachglas schätzen. Aufgabe für die Erwachsenen war es, die richtige Zahl der Mandate zu ermitteln, die im Stadtparlament und in den Ortsbeiräten von Laubach bei der diesjährigen Kommunalwahl zu vergeben waren. Nicht ganz einfach, wie sich im Nachhinein herausstellte.

Unter den weit über 100 Einsendungen gab es auch eine ganze Menge richtige Lösungen, so dass am Ende eine Glücksfee die Gewinnerinnen und Gewinner ermitteln musste. Über Eisgutscheine für eine Eisparty können sich Hannah-Sophie Sauer, Nicklas Felix Franck und Lea Sophie Hofbauer freuen. Sie hatten die Zahl der Eier, nämlich 38, richtig geschätzt. Marc Oeperli, Familie Roder und Sonja Bernshausen können mit Einkaufsgutscheinen in Laubacher Geschäften einkaufen gehen. Sie hatten mit 109 Mandaten die richtige Antwort gefunden.

Aber nicht nur die Sieger des Gewinnspiels dürfen sich freuen. An allen vier Samstagen vor dem Wahltag gab es gegen eine freiwillige Spende Bratwürstchen und Kaffee am Wahlstand der Freien Wähler.  Den Erlös von 226,00 € werden die Freien Wähler Laubach in Form von Lebensmitteln der Laubacher Tafel zur Verfügung stellen. „Das Ergebnis unserer Wahlveranstaltungen war damit ein voller Erfolg.“ Kommentierte der 1. Vorsitzende des Stadtverbandes, Joachim M. Kühn, die Aktivitäten. „Das beziehe ich ausdrücklich nicht nur auf unser hervorragendes Wahlergebnis. Die Siegerinnen und Sieger unseres Gewinnspiels dürfen sich über ihre Preise freuen. Und mit unserem Beitrag für die Tafel haben noch mehr Menschen etwas von unserem Einsatz in der Laubacher Kommunalpolitik!“

 

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Die Glücksfee Pauline C. Kühn zieht unter den wachsamen Augen von Anne Sussmann und Joachim M. Kühn die glücklichen Gewinner beim Gewinnspiel der Freien Wähler Laubach zur Kommunalwahl 2011.

 

 

Freie Wähler Laubach erreichen ihr Wahlziel und werden stärkste Fraktion im Stadtparlament!

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Das vorläufige Endergebnis steht fest. Die FW Laubach erhalten 12 Mandate im neu gewählten Parlament und sind damit stärkste Fraktion. Insgesamt haben die FW einen Stimmenanteil von 31,35 % erhalten und damit das Ergebnis von 2006 noch einmal deutlich verbessert.
Die Handlungsgemeinschaft aus CDU (jetzt nur noch 8 Mandate) und SPD (jetzt noch 9 Mandate) haben keine Mehrheit mehr.
Die GRÜNEN besetzen 5 Mandate, BFL 2 und die FDP 1 Mandat.
Die Freien Jungwähler werden im Ortsbeirat Laubach mit einer Stimmer vertreten sein. Herzlichen Glückwunsch!

Auch in den Ortsteilen haben die FW ein gutes Ergebnis erreicht. Einzelheiten hierzu  später.

 

Trendergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011

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Das Trendergebnis ist ein Zwischenergebnis. Ausgezählt sind nur Stimmzettel, bei denen ein Wahlvorschlag unverändert angenommen worden ist (Listenkreuz). Stimmzettel ohne Listenkreuz sind noch nicht ausgewertet. (Quelle: Hess. Statistisches Landesamt)
   

Endspurt im Rahmen der Kommunalwahl 2011

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Den Endspurt im Rahmen der Kommunalwahl 2011 haben die Freien Wähler Laubach am vergangenen Donnerstag in Wetterfeld eingeläutet. Zu einem regen Informations- und Gedankenaustausch trafen sich Mitglieder, Freunde und Gäste im Dorfgemeinschaftshaus des Laubacher Stadtteils. Dort ging es auch um die Zukunft des DGH. Im Zuge knapper Kassen müssen neue und kreative Wege gegangen werden, um die Angebote für die Bürgerinnen und Bürger zu erhalten. Ein Aspekt dabei ist, Gemeinschaftseinrichtungen wie das Dorfgemeinschaftshaus durch ortsansässige Vereine oder eine Vereinsgemeinschaft zu betreiben. Der Spitzenkandidat der Freien Wähler, Dr. Ulf Häbel, berichtete über die Erfahrungen des TSV Freienseen, der bereits seit einiger Zeit die Trunhalle und das DGH in Eigenregie betreibt. Nutzen hiervon haben alle. Die Stadt Laubach kann durch die Eigenbewirtschaftung Gelder im Haushalt einsparen. Der Verein, der keine Nutzungsgebühr zu entrichten hat. Außerdem sind die Verantwortlichen jetzt vor Ort und können sofort reagieren, wenn Handeln erforderlich wird. Reparaturen werden zügig und unbürokratisch durchgeführt. Die Energiekosten können deutlich verringert werden. Natürlich erfordert eine solche Regelung die Bereitschaft einer Vereinsführung oder einer Interessengemeinschaft vor Ort, mehr Verantwortung zu übernehmen. Joachim M. Kühn, 1. Vorsitzender der Freien Wähler, informierte über die Erfahrungen aus Altenhain. Auch dort besteht ein Bewirtschaftungsvertrag zwischen der Stadt und  demc Ortsverein. Die Anwesenden, darunter auch der Ortsvorsteher aus Wetterfeld, Manfred Luckert, tauschten angeregt ihre Meinungen dazu aus. Die Freien Wähler Laubach haben die Anregungen und Argumente aufgenommen.

Abschluss des Kommunalwahlkampfes bildete der Wahlstand der Freien Wähler am Engelsbrunnen in der Kernstadt. Wieder konnten viele Bürgerinnen und Bürger das Gesprächsangebot mit den Kandidatinnen eund Kandidaten für die Ortsbeiräte, Stadt- und Kreisparlament nutzen. Wie an den vergangen drei Samstagen durften sich die Besucher mit einer Bratwurst, einem Kaffee oder süßem Gebäck stärken. Für Groß und Klein gab es wieder ein Gewinnspiel. Die Gewinner werden im Rahmen der Wahlparty der Freien Wähler am heutigen Sonntag in der Gaststätte "Zum Kühn" in Laubach ermittelt. Bilder von gestern finden Sie im Anhang.

Schon jetzt herzlichen Dank an alle die vielen Helfer bei den Wahlveranstaltungen. Wir sind in allen Ortsteilen mit interessanten Themen mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch gekommen. Der Besuch dieser Veranstaltungen war ausgesprochen gut. Hier haben wir wichtige Anregungen für unsere künftige politische Arbeit erhalten aber auch die richtigen Themen platziert.

 

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Die Zukunft der ärztlichen Versorgung in Laubach

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Laubach (-). „Die Zukunft der ärztlichen Versorgung in Laubach“ ist derzeit ein hochaktuelles Thema, nicht nur in den politischen Gremien der Stadt. Über 80 Besucher kamen kürzlich zu einer gleichnamigen Info-Veranstaltung, zu der die Freien Wähler (FW) im Vorfeld der Kommunalwahlen am 27. März eingeladen hatten. Es war der achte von neun Themenabenden in allen Ortsteilen der Großgemeinde, an dem man sich unter dem Leitmotiv „Unser Laubach – unsere Zukunft“ mit den künftigen Herausforderungen des Lebens im ländlichen Raum beschäftigte. In den vergangenen Wochen hatte man bereits bei stets  großem Bürgerinteresse Themen wie etwa DSL-Breitbandversorgung (Ruppertsburg), Einkaufsmöglichkeiten im Ort (Münster), Zukunft der Kinder und Jugendlichen im Dorf (Gonterskirchen) oder Perspektiven der Kinderbetreuung bei zurückgehenden Geburtenzahlen (Lauter) diskutiert. Ein Merkmal aller Veranstaltungen: Externe Experten steuerten zu den speziellen Thema ihre Fachkenntnisse bei, so auch zum Thema ärztlichen Versorgung im angesichts des großen Interesses völlig überfüllten Gasthaus „Zur Traube“ in der Kernstadt.

 

Nach einführenden Worten durch FW-Fraktionsvorsitzenden Günther Semmler und dem Spitzenkandidaten der FW zur Kommunalwahl, Dr. Ulf Häbel, berichteten zwei profunde Kenner der medizinischen Versorgung im Laubacher Raum: Günter Stephan, seit über zwei Jahrzehnten niedergelassener Facharzt für Allgemeinmedizin in Laubach, und Apotheker Fritz Roßbach, dessen Familie in Laubach zwei stationäre Apotheken und eine Internetapotheke betreibt. Roßbach ging zunächst auf die Rahmenbedingungen ein und erläuterte die Entwicklung der ärztlichen Versorgung im Laubacher Raum im längeren Zeithorizont. Er erinnerte an das vor rund zehn Jahren geschlossene Krankenhaus mit chirurgischer, gynäkologischer und schmerztherapeutischer Praxis, an Fachärzte wie einen Kinder- oder einen Hals-, Nasen- und Ohrenarzt sowie an den einst in Laubach stationierten, später nach Grünberg umgesiedelten ärztlichen Bereitschaftsdienst am Wochenende. Eine schleichende Verschlechterung, die Roßbach konstatierte und die sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen könnte, wenn man nicht zeitnah gemeinsam gegensteuere. So ist seit kurzem eine große Hausarztpraxis geschlossen, stehe der Kassenarztsitz zum Verkauf. Man hoffe in Laubach, diesen Sitz halten zu können und einen Nachfolger für Dr. Sturm zu finden.

 

Günter Stephan berichtete über den Arbeitsalltag eines Landarztes, dessen Arbeitsbelastung gerade von jungen Nachwuchsmedizinern schlicht nicht mehr akzeptiert werde. Dies vor allem, da die engen Budgetgrenzen der Kassen dafür sorgten, dass er und andere Kollegen im heimischen Raum vielfach ein Viertel ihrer Patienten kostenlos behandelten, weil das ihnen zugewiesene Budget vor weit vor Quartalsende erschöpft sei. Die Lage verschärfe sich mit jedem Landarzt, der seine Praxis aufgebe, was etwa im Vogelsberg schon gang und gäbe sei. Die Zahl der Ärzte verringere sich, während die Patienten blieben und sich auf die anderen Ärzte verteilten, deren Arbeits- und Budgetdruck dadurch weiter steige. Deshalb seien, wenn man in Laubach die ärztliche Versorgung erhalten und verbessern wolle, neue Modelle gefragt. Modelle, die die Arbeitsbedingungen gerade von jungen Medizinern (60% der Absolventen sind Frauen) entscheidend verbesserten, den fachlichen Austausch förderten und durch Kooperationen auch finanziell interessant seien. Chancen, solche Modelle in Laubach zu realisieren, sehe er, so Stephan, wenn die Stadt es schaffe, neuen Ärzten attraktive Angebote zu machen und die Vorteile der Lebensbedingungen – intakte Natur, Kinderbetreuung, Schulangebote, Kulturveranstaltungen - in unserem Raum positiv darzustellen.

 

Die klassische Einzelpraxis aber, in der Mediziner einer Fachrichtung – ob Haus- oder Facharzt - als „Einzelkämpfer“ agieren, sei heute zwar noch die am stärksten verbreitete, aber gleichzeitig stark zurückgehende Form der Niederlassung. Wegen des Kostendrucks etwa für Personal und Geräte einerseits, vor allem aber wegen des hohen Arbeitsdrucks und der engen Budgetgrenzen der Krankenkassen andererseits, gehe der Trend immer mehr zu neuen Praxisformen. Etwa Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), in denen Kassenarztsitze mindestens zweier Fachrichtungen vereinigt werden. MVZ auf dem Land können geführt werden von Ärzten, Krankenhäusern oder Apothekern. Ihr Merkmal: Die praktizierenden Ärzte sind beim MVZ angestellt und nicht mehr selbständig – mit allen Vor- und Nachteilen.

 

Von einem anderen Modell berichtete Bürgermeister Peter Klug. Bei einem Besuch im niedersächsischen Schladen habe er sich kürzlich davon überzeugt, wie man dort gerade auf den Erhalt der Eigenständigkeit der Ärzte in Form von Filialarztpraxen setze. Der Schladener Bürgermeister Andreas Memmert habe es damit in den vergangenen drei Jahren geschafft, das Ärztesterben in seiner Gemeinde (letzter Hausarzt wollte schließen) umzukehren und weiß heute mitten im Stadtzentrum in einem Ärztehaus acht Fachärzte in seiner 8000-Einwohner-Stadt. Das Modell (www.ägs.de) setzt darauf, dass Ärzte aus der Region, die ihre Hauptpraxis anderenorts haben, in dem Ärztehaus eine Filialpraxis eröffnen und stundenweise Sprechstunden anbieten – je nach Bedarf der Fachrichtung von wenigen Stunden einmal pro Woche bis täglich. Jeweils nur kleine eigene Sprechzimmer und gemeinsame Nutzung von Rezeption, Warteraum, Labor und technischen Geräten halten die Kosten für die Mediziner extrem niedrig und machen das Modell auch betriebswirtschaftlich interessant. Zusammen mit dem kollegialen Austausch unter den Medizinern ein Erfolgsmodell – vor allem für die Patienten und die Gemeinde, denn 80% der Behandlungen können hier erledigt werden, nur für die verbleibenden 20% komplexerer Behandlungen sucht der Patient dann die Hauptpraxis auf.

 

Klug berichtete, dass er ein Expertenteam aus Ärzten, Apotheker Roßbach und Vertretern aller Fraktionen gebildet habe, dass in Kürze erstmals tage und den angestoßenen Prozess mit externer, professioneller Unterstützung zügig voran treiben wolle. Ziel sei es, solche innovativen Modelle schnell zu finden, um die ärztliche Versorgung in Laubach dauerhaft zu sichern und möglichst noch zu verbessern. Einig waren sich Experten, Bürger und die gastgebenden Freien Wähler, dass diese Herausforderung für den ländlichen Laubacher Raum nur mit politischer Einigkeit und im Konsens über alle Fraktionsgrenzen hinweg gemeistert werden könne. Dass dafür im Moment trotz Wahlkampf die Chancen gut stehen, machte Hoffnung auch bei den zahlreichen anwesenden und interessierten Bürgern.

 

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