Klausurtagung der FW-Laubach in Bad Endbach

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Laubach/Bad Endbach. Rund um das Thema Stadtentwicklung der Zukunft drehte sich die Familien-Herbstklausurtagung von Stadtverband und Fraktion der Freien Wähler Laubachs. Die beiden Vorsitzenden, Artur Niesner und Dr. Ulf Häbel, hatten den dreitägigen Workshop organisiert. Sie begrüßten im Hotel Heckenmühle in Bad Endbach Mitglieder von Stadtverordnetenfraktion, Magistrat, Ortsbeiräten sowie Stadtverordnetenvorsteher Joachim Kühn, Bürgermeister Peter Klug und Vize-Landrat Dirk Oßwald, die teils mit ihren Familien gekommen waren und das Lahn-Dill-Bergland bei schönstem Herbstwetter von seiner besten Seite kennen lernten.

 

Hotelier Ortmann, selbst als Freier Wähler in Bad Endbach aktiv, begrüßte die Gäste in seinem Traditionshotel, und berichtete von der Energieoptimierung in seinem Haus in den letzten Jahren. Der Einbau eines Blockheizkraftwerks mit Kraftwärmekopplung (heizen und Strom erzeugen)etwa amortisierte sich binnen 22 Monaten, die Abdeckung der Wasserfläche des Hallenbades bei Nicht-Benutzung spare durch Verhinderung der Energie fressenden Verdunstung des erwärmten Wassers enorme Energie. Den Verbrauch in seinem Haus habe er seit Bau in den siebziger Jahren auf aktuell nur noch ein Drittel reduziert. „Interessante Beispiele vielleicht auch für unsere Bäder“, war man sich einig, zumal dort der inzwischen teure Energieliefervertrag mit der OVAG 2014 ausläuft und Einsparungen möglich machen. Weil man im Energieverbrauch in städtischen Gebäuden insgesamt große Einsparpotentiale sieht, aber auch in der Nutzung regenerativer Energien in Laubach wie Biomasse oder Windkraft große (Einnahme-)Chancen liegen, wollen die Freien Wähler zusammen mit dem Bürgerbündnis mit Grünen und BfL wie auch anderen interessierten Fraktionen in 2012 einen Energiebeirat einrichten. Besetzt vor allem mit interessierten Fachleuten aus der Bevölkerung, haben andere Gemeinden wie Fernwald oder Wettenberg hier bereits beste Erfahrungen gemacht.

 

Zum eigentlichen Thema Stadtentwicklung hatten Häbel und Niesner mit Stefan Hofer und Cornelia Weis zwei professionelle Moderatoren des IPOS-Instituts eingeladen, die mit den Teilnehmern erarbeiteten, wo die Großgemeinde Laubach derzeit steht, welche Potentiale in ihr liegen und womit diese in Zukunft besser genutzt werden könnten. Deutlich kam bei der Analyse heraus, dass man vielfach die eigene Stadt oder das Dorf negativer beurteile als Gäste, weil man die Vorzüge wie die natürliche Umgebung, die historischen Dorf- und Ortskerne, die hohe Lebensqualität, eine gute Grundversorgung zum Einkaufen (zumindest in der Kernstadt) oder die optimalen Voraussetzungen für Kinderbetreuung und Bildung als nichts Besonderes mehr ansehe, obwohl sie es in der Sicht anderer unverkennbar seien. Diese Stärken heraus zu arbeiten, etwa mit einer breit angelegten Befragung und Bürgerbeteiligung, um diese dann gebündelt fortzuentwickeln und bei der Vermarktung Laubachs im Werben nicht nur um Touristen, sondern vor allem auch neue Einwohner und Arbeitsplätze aktiv einzusetzen, waren Ergebnisse der Arbeitsgruppen. Hinzu kamen sehr konkrete Einzelvorschläge für Verbesserungen wie eine einheitliche Hinweisbeschilderung anstelle des Schilderchaos’ in der Kernstadt, Rückbesinnung auf die Stärken der Dorfgemeinschaft und Rückübertragung von Verantwortung und Aufgaben (gegen Kostenerstattung) auf Dörfer, die das wollen, waren weitere Ideen.

Einbringen wollen die Freien Wähler die Vorschläge jetzt in die bevorstehende Planung eines Bürgerforums, das das Stadtparlament im September beschlossen hatte und das Anfang 2012 starten soll, wie Bürgermeister Klug berichtete.

BU: Die Zukunftsentwicklung Laubachs stand im Mittelpunkt der Familien-Herbst-Klausur der Freien Wähler kürzlich in Bad Endbach, die unter der Leitung der Vorsitzenden Dr. Ulf Häbel (5.v.l.) und Artur Niesner (hinten Mitte) stand. Dazu begrüßte man auch Bürgermeister Peter Klug und Vize-Landrat Dirk Oßwald (links und rechts von Niesner) sowie Cornelia Weis und Stefan Hofer vom IPOS-Institut Friedberg (4. und 5. v.l.) in Bad Endbach.

 

Klausurtagung_Endbach

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